Glückwunsch
Obergrashof gewinnt nationalen Förderpreis
Aufgrund der "absolut vorbildlichen Nachhaltigkeit und Entwicklungsqualität“ überreichte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner den Pionieren des ökologischen Landbaus den nationalen Förderpreis 2012 überreicht. Auch die Stadt München darf sich freuen: Seit 20 Jahren ist die Gärtnerei Obergrashof Pächter eines städtischen Guts im Dachauer Moos.
Biologisch-dynamische Landwirtschaft
VollCorner und den Obergrashof verbindet von Anfang an eine enge Partnerschaft. Mit ihrem biologisch-dynamischen Konzept ist die Gärtnerei vor den Toren unserer Stadt ein Garant für bestes saisonales Gemüse aus der Region.
Pächter Julian Jacobs und Peter Stinshoff, seit 1992 auf anfangs 47 Hektar im Anbauverband demeter, blicken seitdem auf eine wahrhaft nachhaltige Entwicklung zurück. Starteten sie 1992 mit gerade mal fünf Hektar Fläche und drei Mitarbeitern, bewirtschaftet das Team mit inzwischen 30 Beschäftigten heute über 110 Hektar Land am Obergrashof und in der näheren Umgebung.
Gemüse – das schützenswerte Gut
Manche Schätze auf dem Obergrashof sind erst auf den zweiten Blick zu erkennen. Auf dem Acker „Hinter der Heck’n“ stehen zehn Reihen Kohlrabi. Nicht irgendein Kohlrabi ... Es handelt sich um die von Betriebsleiter Julian Jacobs eigens auf diesen Böden und in diesem Klima gezüchtete Kohlrabisorte „Rasko“.
Das Besondere: Der Kohlrabi ist samenfest, das heißt, seine Samen können – im Unterschied zu den weit verbreiteten Hybridsorten – zur Weiterzucht verwendet werden. Und dabei geht es Julian Jacobs nicht um Gewinnmaximierung, sondern um den Erhalt eines Kulturgutes: Die Sorte ist nicht auf den eigenen Namen angemeldet, sondern dem Verein Kultursaat e.V. übertragen, so dass sie von allen Interessierten genutzt werden kann.
Mittlerweile ist dank dieser - auch von VollCorner unterstützten Initiative - die Bezeichnung „samenfest“ein feststehender Begriff. So hat die Gärtnerei Obergrashof auch als erster Betrieb die Sortenvermarktung bei Gemüse eingeführt, die bislang nur bei Kartoffeln oder Äpfeln bekannt war.
Verantwortung und Klimaschutz
Auch im Bereich Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit ist der Obergrashof vorbildlich. Strom kommt trotz der Mehrkosten zu 100 Prozent schon lange aus regenerativen Energien. Der Trinkwasserverbrauch konnte nach einem Brunnenbau um 75 Prozent gesenkt werden. Eine Flüssiggasbrennwerttherme heizt die Gewächshäuser. Die Düngerwirtschaft ist ein so gut wie geschlossener Kreislauf, was im Gartenbau sehr schwierig ist. Durch ein ausgeklügeltes System konnte der Düngereinfuhr auf lediglich 10 kg N/ha gesenkt werden. Damit hat der Obergrashof unter den großen Gemüsebaubetrieben bundesweit wohl ein Alleinstellungsmerkmal.
Ein Preis, der auf alle Fälle an die Richtigen geht.
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