Tagwerk Bio-Metzgerei

Etwa 50 Kilometer nördlich von München, wo die Amper in die Isar mündet, in dem kleinen Dorf Niederhummel bei Freising, stehen heute die Gebäude der im Juli 2015 gegründeten Tagwerk Bio-Metzgerei – ein Vorbild-Projekt, in das nicht nur Bauern, sondern auch Verbraucher und Metzger gemeinsam investiert haben.

Von Anfang an tiergerecht!
Mindestens zwei Jahre nach der Geburt bleiben die Rinder auf dem Hof von Lorenz Kratzer. So lange wird das Jungvieh des Bauern aus der Region Freising mit allem versorgt, was sich Rind wünschen kann: Ein Leben im Herdenverband mit viel Auslauf, im Sommer saftiges Gras auf den Wiesen, im Winter kräuterreiches Heu und Getreide von den betriebseigenen Feldern.

Großschlachtereien, nein danke!
Genau wie die anderen Tagwerk-Bauern, setzt auch Kratzer alles daran, seinen Tieren ein schönes Leben in artgerechter Haltung zu bieten. So weit, so gut. Doch mit der Schlachtreife der Tiere begannen jedes Mal die Sorgen. Bio-Schlachthäuser und Metzgereien sind selten. Die Tiere in konventionelle Großschlachtereien zu geben, war dem Bauern zuwider. Die Lösung war Eigeninitiative!

Neubau mit vereinten Kräften
Zugegeben, ganz einfach war es nicht, ein solch großes Projekt wie die Tagwerk Bio-Metzgerei zu stemmen. Aber mit vereinten Kräften lässt sich viel bewegen! Heute finden sich neben dem neu errichtetem Schlachthaus und der angrenzenden Fleischerei auch ein Laufstall auf dem Gelände der Tagwerk Bio-Metzgerei.

So stressfrei wie möglich!
Tiere sind kein Gebrauchsgegenstand, Tiere sind Lebewesen.
Aus dieser Überzeugung werden sie mit viel Respekt behandelt. Die Vermeidung von Stress für die Tiere hat erste Priorität bei allen Arbeitsabläufen.

In kleinen Gruppen kommen die Tiere untertags auf den Hof der Tagwerk Bio Metzgerei in den Stall mit Stroh. Gemeinsam können sie sich langsam eingewöhnen. Schweine haben weniger Probleme damit, bei ihnen reicht es, wenn sie am Vortag kommen. Rinder dagegen brauchen etwas mehr Zeit.

Am Schlachttag werden sie frühmorgens einzeln und in aller Ruhe ins Schlachthaus geführt. Wenige Schritte vom Stall betreten sie ebenerdig eine Box. Dort geht dann alles sehr schnell, aber trotzdem möglichst ruhig.

Der Schlachtprozess ist entscheidend
Die stressreduzierenden Maßnahmen wirken sich nicht nur auf das Gemüt der Tiere positiv aus, weiß Geschäftsführer Reinhard Gromotka: „Der Schlachtprozess ist entscheidend für die Qualität der Produkte. Keine noch so gute Tierhaltung kann wettmachen, was hier durch Stress kaputt gemacht werden kann.“

Umfassende Qualitätsorientierung
Dieser umfassenden Qualitätsorientierung bleiben die Metzger auch in der Verarbeitung treu. Hier arbeitet man nach alter Handwerkskunst im Warmfleischverfahren, ohne Nitritpökelsalz zu verwenden.

Mit Herz und Hand
Hier wird nicht nur jede Wurst von Hand abgedreht, sondern auch jede einzelne Gewürzmischung selbst angerührt. Kurz gesagt – hier schafft man mit Herz und Hand! Wie gut das schmeckt, sollten Sie unbedingt einmal probieren. Wurstspezialitäten aus der Tagwerk-Biometzgerei erhalten Sie in allen VollCorner Biomarkt Filialen, mit Ausnahme der Märkte in Denning, Gauting und Solln.