Erdiges Energiebündel

Wunderbare Ware: Rote Bete

Wer vor einem Bündel frisch geernteter Rote Bete steht, käme wohl nicht auf die Idee, dass hier ein kulinarisches Kraftpaket aus dem Boden gezogen wurde. Dabei waren schon die Menschen in der Antike von den inneren Werten des zunächst unscheinbaren Gewächses überzeugt.

Manche Früchte protzen mit Größe und Gewicht, einige locken mit farbenfrohen Fruchthüllen – bei dieser knolligen Krautpflanze ist es anders: Die Rote Bete überzeugt mit inneren Werten. Erst wenn man das ursprünglich aus Nordafrika stammende Gemüse von seiner rauen, erdigen Rinde befreit, zeigt es seine ganze farbenprächtige Schönheit.

Natürlich kann die Grande Dame der deutschen Gärten mehr als gut aussehen. Schon die Griechen und Römer nutzten die Heilkraft der Knolle und im deutschen Volksmund gab es früher nicht ohne Grund das Sprichwort „Durch Rote Rüben werden die Schwachen stark und die Schüchternen mutig“. Dieser Mythos hat durchaus einen biochemischen Ursprung:

Als Bodengewächs nimmt die Rote Bete viel Stickstoff auf, den sie als Nitrat speichert. Durch weitere Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Natrium, Magnesium und Eisen ist die sie als typisches Wintergemüse ein wertvoller Fitmacher. Und der rote Saft sieht nicht nur ungewöhnlich aus, er enthält auch eine hohe Konzentration von Antioxidantien. Diesen wird nachgesagt, im Körper freie Radikale zu hemmen und somit den Alterungsprozess zu verlangsamen und sogar Krebserkrankungen vorzubeugen.

Da freut es uns umso mehr, dass sie auch noch so lecker schmeckt! In Bio-Kochtöpfen blickt man bereits auf eine lange treue Beziehung zu dem vielseitigen Gemüse mit seinem saftigen Fruchtfleisch, das einen ganz eigenen leicht-süßlich-erdigen Geschmack aufweist.
Rote Bete kann roh im Salat, gegart als Ofengemüse oder auch als Suppe gegessen werden und auch Smoothies und Säfte profitieren von ihren wertvollen Inhaltsstoffen.

Kaum zu glauben: Die rote Rübe verspricht auch Kleidung reinigende Wirkung. Denn Rote Bete-Saft besitzt - ähnlich wie Rhabarber oder Sauerampfer - einen hohen Anteil an Oxalsäure. Unsere Urgroßeltern wussten die Rote Bete als Fleckenmittel noch sehr zu schätzen.

Gut zu wissen!
1. Die Blüte der Roten Bete wird bis zu 1,5 Meter hoch.
2. Die gleichmäßige rote Farbe ist erst durch die Veredelung im 19. Jahrhundert entstanden.
3. Die Rübe kann ein Gewicht von bis zu 600 Gramm erreichen.
4. Früher wurde die Rote Bete als Färberpflanze eingesetzt. Betanin verwendet man heute noch als Naturfarbstoff für Lebensmittel (E162).

Übrigens: Am liebsten mögen wir natürlich regionale, samenfeste Sorten, die Sie an Regalsteckern in unseren Gemüseabteilungen erkennen. Was dahinter steckt erfahren Sie hier.